Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte
- 2 Aufbau
- 3 Rezeption von Webseiten
- 4 Erstellung
- 5 Dynamische Webseiten
- 6 Mobile Webseite
- 7 Weblinks
- 8 Einzelnachweise
Geschichte
Die erste
Webseite wurde am 13. November 1990 von Tim Berners-Lee auf einem NeXT-Rechner verfasst und veröffentlicht – einen Tag,
nachdem dieser gemeinsam mit Robert Cailliau ein neugefasstes Konzept für ein
weltweites Hypertext-Projekt veröffentlicht hatte.[1]
Aufbau
Webseiten
bestehen zumeist aus strukturiertem Text, in dem Bilder und andere Multimediaelemente eingebunden sein können. Das
wesentliche Merkmal von Webseiten ist, dass sie Verweise, sogenannte Hyperlinks, auf andere Webseiten enthalten
und gemeinsam den Hypertext bilden. Dabei hat jedes Dokument mindestens eine
Adresse (URL), über die es in einem Webbrowser aufgerufen werden kann.
Webseiten können statische (feste) oder dynamische Inhalte haben. Dynamische
Inhalte werden bei jedem Aufruf neu generiert, vorzugsweise basierend auf dem
Ergebnis einer Datenbankanfrage. Zudem können gleiche Inhalte
verschiedenartig dargeboten werden, etwa als Druckversion oder Textversion.
Webseiten
werden meist aus dem Internet oder einem Intranet geladen, können aber auch auf
einem lokalen Speichermedium, zum Beispiel einer Festplatte, abgelegt sein. Die Gesamtheit
der Webseiten eines Internetauftritts wird als Website, Webpräsenz, Webauftritt,
Internetpräsenz oder umgangssprachlich auch als Homepage bezeichnet.
Rezeption von Webseiten
Webseiten
werden anders wahrgenommen als gedruckte Textseiten. Englische Eye-Tracking-Versuche, bei denen die
Augenbewegung des Lesers verfolgt wird, zeigten, dass die meisten Besucher
einer Webseite den Text überfliegen (scannen) und dabei mit den Augen zunächst
den oberen Rand und dann den linken Rand des Inhaltsbereichs abtasten. Es
entsteht ein F-förmiger Bereich, der von den meisten Besuchern angeblickt wird.[2] Besucher, die über eine Suchmaschine auf eine Webseite kommen, halten
dort vorzugsweise nach ihrem Suchwort (Schlüsselwort) Ausschau.[3] Aus diesen Tatsachen ergeben
sich besondere Anforderungen für den Webtext.
Erstellung
Die
Erstellung und Gestaltung von Websites wird unter dem Begriff Webdesign zusammengefasst. Basissprache
für die Erstellung von Webseiten ist die Auszeichnungssprache HTML, wobei die Formatierung zusätzlich noch durch
Formatierungssprachen wie Cascading
Style Sheets (CSS)
beeinflusst werden kann. Vor allem für das Erstellen dynamischer Seiten wurden
weitere Sprachen entwickelt, mit deren Hilfe auch komplexe Gefüge aus Webseiten
(siehe Website) erstellt werden können.
Dynamische Webseiten
Im
Gegensatz zu statischen Webseiten, die technisch ein HTML-Dokument auf dem
Webserver darstellen, werden Webseiten häufig auch dynamisch oder aktiv im Moment der Anforderung
erzeugt. Das ist dann sinnvoll, wenn eine Webseite sehr aktuelle Informationen
wie beispielsweise Börsenkurse oder Wettervorhersagen enthalten soll. In diesem
Fall führt der Webserver ein Programm aus, das vorher
spezifisch für diese Aufgabe entwickelt wurde. Es trägt die Daten z. B.
aus Datenbanken zusammen und erstellt das
HTML-Dokument. Dieses wird dann vom Webserver an den Browser übertragen und
beim Benutzer angezeigt.
Ein
anderer Anwendungsfall ergibt sich aus dem Bedürfnis, auf Eingaben des
Benutzers zu reagieren, wie z. B. die Eingabe eines Suchbegriffs in eine
Suchmaschine. Die Software der Suchmaschine erstellt anhand des Suchbegriffs
eine Liste von passenden Links und erzeugt eine Webseite, die dem Benutzer
diese Liste komfortabel darstellt.
Die
Möglichkeit, Webseiten dynamisch in Abhängigkeit von Benutzereingaben und
Datenbankinhalten zu generieren, machte das Web schnell zu einer universellen
Plattform für viele Arten von Anwendungen. Die Vorteile liegen in
Unabhängigkeit von Betriebssystemen und anderen Eigenschaften der Clients. Grundvoraussetzungen sind
lediglich eine Netzwerkverbindung zum Server und ein Webbrowser.
Zum
Generieren von dynamischen Webseiten kommt jedes Programm in Frage, das sich
auf dem Serversystem ausführen lässt. Um die Programmierung zu vereinfachen,
wurden jedoch Standards wie das Common Gateway Interface (CGI) eingeführt, um Webanwendungen auch unabhängig von der Art des
Webservers zu machen. Die Mehrzahl von CGI-Anwendungen wurden und werden in der
Programmiersprache Perl geschrieben. Aufgrund des rasant steigenden
Bedarfes nach sehr leistungsfähigen Servern zum Betrieb von Web-Anwendungen
entwickelten sich Technologien wie PHP, J2EE und .NET.
Da die
Inhalte umfangreicher Websites meist von mehreren Personen eingepflegt werden,
wird bei solchen Projekten häufig ein Content-Management-System (CMS) eingesetzt. Es drängen
mehr und mehr meist PHP- und MySQL-basierte Lösungen in freier Software auf den Markt, die auch für
ungeübte Programmierer schnell zu bedienen sind, solange sie eine gewisse
Komplexität nicht übersteigen.
Dynamisch generierte statische Webseiten
Mit den
Standardisierungen für XML und XSLT hat das W3C im Dezember 2000 einen Weg gewiesen, wie sich auch
„echte“ und damit statische HTML-Dokumente auf dynamischem Wege erzeugen lassen,
die es an Komplexität mit den Datenbankauszügen eines CMS aufnehmen können oder diese
sogar noch übertreffen: einfach gehaltene und auf den Inhalt beschränkte, dabei
aber gut strukturierte Ausgangsdaten in XML werden durch einen angepassten
XSL-Transformator in valides, komplexes HTML umgesetzt, das dann als statisches
Dokument auf dem Webserver abrufbereit vorliegt.
Vorteil
ist vor allem die höhere Leistung, weil der Aufwand des Hostrechners, komplexe Webseiten erst auf
Anfrage zusammenzustellen, entfällt und der Server daher höhere Besucherzahlen verkraften kann.
Weiterer Vorteil ist die größere Flexibilität bei der Gestaltung. Im Gegensatz
zu herkömmlichen CMS, wo Datenbankinhalte in vorgefertigte und relativ starre
HTML-Schablonen eingefügt werden, bestimmt ein strukturiertes
XML-Ausgangsdokument Layout und Benutzerführung des daraus
generierten HTML-Dokuments wesentlich mit. Das ermöglicht die laientaugliche
Herstellung auch von langen und zusammenhängenden Inhalten per XML-Editor sowie deren Präsentation in
leicht rezipierbarer Form, etwa als webgerechtes E-Book, wobei eine einzige „Webseite“ aus etlichen
Bildschirmseiten bestehen kann, die per CSS „gefaltet“ sind und sich bequem
durchblättern oder per Menünavigation ansteuern lassen. Auch die Gestaltung
ganzer Websites als grafische Benutzeroberflächen mit mehreren, parallel
bedienbaren Elementen wird so möglich.
Das
Haupthindernis für eine breite Verwendung dieser wesentlich erweiterten
Möglichkeiten bzgl. Darstellung und Datenvorhaltung war bislang der Microsoft Internet Explorer, der als bis dato Marktführer
erst mit der 2009 erschienenen Version 8 auch hinsichtlich CSS ausreichende
Standardkonformität bietet.
[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Webseite]